Archiv: Herrenausflug Freiburg - Colmar 13. - 16. Mai  

Erlebnisreich, harmonisch und schön
war unsere Vier-Tage-Reise – Herrenausflug – zu den Sangesfreunden MC Eintracht 1881 e.V. nach Freiburg. Vorweg ein ganz großes Lob an Robert Knittel, der das Programm zusammengestellt und alles bis ins kleinste Detail geplant hatte. Fast pünktlich um 8,10 Uhr ging es los auf die A5 in Richtung Süden. Unser Busfahrer Adelbert, der Firma Müller aus Neckargemünd, begrüßte uns und wies uns kurz auf die Gepflogenheiten einer solchen Busfahrt hin. Jetzt begrüßte uns unser „Präsident“ Peter Kraft, verteilte die Programme und wünschte uns allen eine schöne Reise.

Nach nicht allzu langer Fahrt überraschte uns Hans Waldenmayr, als er einige Ringe Wurst, sowie Sekt aus seinem Handgepäck hervorzauberte. Alle waren plötzlich hellwach. Und ließen sich´s gut schmecken; natürlich wurde jetzt viel gewitzelt und gelacht. Bombenstimmung bis zum offiziellen Frühstück an der Raststätte Renchtal. Doch es regnete mittlerweile. Der Pächter genehmigte uns unter dem Dach der stillgelegten Lkw-Tankstelle zu frühstücken. Als wir Tische, Eier, Käse, Wurst, Bier und Wein auspackten, war es mit dem Frieden vorbei, und wir sollten schnellstens einpacken. Schnelle Esser waren jetzt im Vorteil!


 

In Riegel erwartete uns schon Robert Knittel, um uns bis nach Umkirch in unser Quartier Hotel Heuboden zu geleiten. Dort angekommen, bezogen wir unsere Zimmer. Nach kurzer Pause ging es schon zum ersten Programmpunkt weiter Richtung Schauinsland. Wegen des Nebels und der Kälte fuhren wir statt mit der Gondel mit unserem Bus die kurvenreiche, legendäre Bergrennenstrecke hinauf. Oben angekommen, begann es auf dem Weg zum Lokal der Bergstation zu schneien. Während des Mittagessens zog ein heftiger Schneesturm auf. Doch ließen wir es uns nicht verdrießen, denn unser Vizedirigent Erich Schmitt stimmte Wein- Badner- und Bierlied an. Der Sturm war abgeflaut, so fuhren wir munter weiter über den Notschrei, Muggenbrunn, Aftersteg, Todtnau, Fahl, Feldberg, Bärental zum Titisee. (hierbei bewies sich Robert Knittel als sehr erfahrener und kundiger Führer, der uns Landschaft, Kirchen, Dörfer und ihre Traditionen erklärte.) Nach einem kurzen Spaziergang entlang des Titisee Seeufers, mussten wir ausgefroren, und nass wie wir waren uns unbedingt im Cafe-Restaurant „Bergsee“ bei Kaffee und Bier aufwärmen und natürlich eine „Schwarzwälder Torte“ verdrücken.


Am Titisee

 

Zurück fuhren wir durch das Höllental, vorbei am Ravenna-Viadukt und Hirschsprung nach Umkirch ins Hotel. Nach einer kleinen Erholungspause wurden wir zum Abendessen erwartet. Hier erholten wir uns bei einem ausgezeichneten Buffet und Menu und einem „wahnsinns- Nachtisch von den Strapazen des Tages.

Gemütlich endete der Abend bei einem „Gutedel“, natürlich Bier und einem ausgezeichneten Obstler. Bei den Tanz- und Disco-Freunden wurde es noch zu einer heißen, langen Nacht, denn die junge und mittlere Generation im Umkreis von 70 km war in der Tanzbar oder in der Disco.

Nach dem Frühstück fuhren wir nach Freiburg. Eine Stadtführung durch die schöne Altstadt mit seinen prächtigen Patrizierhäusern, mächtigen Kirchen und dem Münster schloss sich an. Dann ging’s durch „Kleinvenedig“ zu den Markthallen, die uns zum Wein probieren einluden.


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Rathaus Freiburg

Freiburger Münster

 
St. Peter

Empfang der Stadt Freiburg in der Gerichtslaube um 11,00 Uhr hieß es dann. Die Sangesfreunde des MC Eintracht 1881 e.V. Freiburg begrüßten uns mit Liedern und Stadträtin Frau Queitsch tat dies in Vertretung des Oberbürgermeisters Salomon. Sie freute sich, dass wir nach Freiburg gekommen sind und über das hohe Kulturgut Chorgesang eine solche Freundschaft pflegen. Sie lud uns zu einem kleinen Umtrunk und Imbiss ein und wünschte uns noch schöne Tage.

Wir bedankten uns mit zwei Liedern unter der Leitung unseres Vizedirigenten Erich Schmitt und zum Schluss sangen wir gemeinsam mit unseren Freunden und seinem Dirigenten „Aus der Traube in die Tonne“.

 
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MC Eintracht 1881 e.V.

   
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Chor Lyra

Um 14.00 Uhr Weiterfahrt nach St. Peter im Schwarzwald. Dort gab es einen Empfang von Herrn Bürgermeister Schuler im Gemeindesaal des Rathauses. Da er selbst seit 26 Jahren aktiver Sänger ist, freute er sich besonders, dass wir im Rahmen unserer Reise seine Gemeinde besuchen und lud uns ein auch einmal privat zu einem Urlaub in seine schöne Gemeinde zu kommen.

Bürgermeister Schuler
 
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Beschwingt von einem Gläschen Sekt besuchten wir die nahegelegene Klosterkirche St. Peter, eine wunderschöne Barockkirche. Ein kleines Konzert mit den Chorliedern: aus Giuseppe Verdis Oper „Macht des Schicksals“ der Chor der Mönche „Venite adoremus“ (komponiert von Alfons Burkhardt), danach „Ich bete an die Macht der Liebe“ und „Die Rose“ fand liebevollen Beifall bei den zahlreichen Besuchern. Nun ging es auf der Rückfahrt durch das schöne Glottertal, vorbei am ehemaligen Sägewerk Gschwander und der „Schwarzwaldklinik“ zu unserem Hotel. Nach dem Abendessen sangen wir in lockerer Tischrunde noch so manches Lied zur Freude der anderen Gäste. Auch mancher ältere Sänger versuchte sich noch anschließend in der Disco.

Das Elsass war am nächsten Morgen unser gemeinsames Ziel. Wer kennt es nicht das bezaubernde Städtchen Colmar. Wie heißt es so schön: „Nach Colmar reisen, hier verweilen, sich verlieren..“ im Gewirr sein Straßen und bezaubernden Gässchen.. Genauso ging es uns, wir bewunderten die wunderschön erhaltenen Fachwerk- und Patrizierhäuser, das bunte Treiben in den Gassen, wobei Schorsch inmitten der hübschen Frauen vom Turnverein Hirschau zu finden war. Seine Kommentare eine Lachsalve nach der anderen bei den Damen auslöste.

romantisches Colmar

moderne Rickscha
Hahn im Korb

Am Geburtshaus von Bartholdi (der große Sohn der Stadt und bekannt als Schöpfer der Freiheitsstatue vorbei weiter zur Stiftskirche St.Martin, eine gotische Kathedrale mit wunderschönen Glasfenstern um 1300; beachtenswert auch der Tympanon am Haupteingang (Westportal) mit „Anbetung der Könige“ und darüber „Das Ende der Zeiten“. In der Dominikanerkirche weilte einstens die „Madonna im Rosenhag“ von Martin Schongauer, der „Issenheimer Altar (Retabel) von Matthias Grünewald (jetzt alle im Musèe Unterlinden) nun spazierten wir durchs Gerber-Viertel, entlang „Klein- Venedig“; überall gab es so vieles zu bestaunen.

Endlich - durchfroren vom kalten Wind - wärmten wir uns in einem Cafe mit beheizter Außenveranda bei einem „cafèe noir“ und Cognac auf.

St. Martin
 

   

   

Jetzt ging’s zum Bus, um weiter nach Riquewihr zu fahren. Leider konnten wir wegen mangelnder Zeit die Burganlage Hoch-Königsburg nicht besuchen (zum andern ist sie derzeit vollkommen eingerüstet). So hatten wir mehr Zeit das mittelalterliche Dörfchen Riquewihr. Hier meint man gleichfalls, die Uhr wäre stillgestanden, alte kleine Winkel, Fachwerkhäuser, und große Weinkeller gab es zu bewundern. Natürlich drängten sich viele Gäste aus dem In- und Ausland durch die Gassen. In einem urigen Restaurant, das für uns reserviert war, ließen wir uns mit Elsässer Schmankerln und Riesling verwöhnen. Nach diesen vielen Eindrücken aus dem Elsass fuhren wir zurück.

in Riquewihr