Archiv: Trauerfeier Theo Windisch und Wladimir Starowicki


Zu seiner letzten Ruhestätte


haben wir am vergangenen Mittwoch unseren leider viel zu früh verstorbenen aktiven Sänger Theo Windisch begleitet.
Zuvor haben wir ihn mit den drei Liedern: „Abendrot“, „ Mondnacht“ und „Die Dämmerung fällt“ unter Leitung von Erich Schmitt in der Friedhofskapelle gesanglich verabschiedet.
Peter Kraft erinnerte in seinem Nachruf nochmals an seine Verdienste in der Lyra und versprach an seinem Sarg ihm ein ehrendes Gedenken zu bewahren.
Als äußeres Zeichen der Dankbarkeit legten wir an seiner letzten Ruhestätte ein Blumengebinde nieder.

Lieber Theo ruhe in Frieden.



 
 

 

Trauerfeier für unseren Theo Windisch (* 11.3.1948 + 10.7.2012)

Theo wollte eine stille Abschiedsfeier ohne Pfarrer. Leider war der vorgesehene humanistisch und philosophisch gebildete Trauerredner verhindert.

Zu Beginn sang der MGV LYRA den Chorsatz: Abendrot.

Für die Freunde sprach in bewegenden Worten Dieter.
Dieter erinnerte besonders an die letzten Monate von Theo als die Gewissheit: Bauchspeicheldrüsenkrebs unabänderlich war. An seine Gespräche in dieser Zeit mit Theo und insbesondere an viele Besuche und Gespräche seiner Gattin Annette Fröhlich, die für die klinische Betreuung an der Uni-Klinik und der Pflege in Bensheim liebevoll sorgte.

Wörtlich:
„Lieber Theo, bei aller Traurigkeit macht es uns glücklich, dass Dein leidvoller Kampf zu Ende gegangen ist. Du wirst stets mit einem Lächeln in unseren Gedanken lebendig bleiben. Wir werden uns immer an Dich, Deinen Humor, an Deine Sprüche und Liebenswürdigkeit erinnern!

Danach folgte eine kurze Einleitung zum nächsten Chorsatz des MGV LYRA:        
„Die Mondnacht“
von Hans Waldenmayr und einige Gedanken für Theo (siehe Anhang).

Für die CDU sprach Landtagsabgeordneter Georg Wacker, der die vielen Verdienste von Theo unter anderem als Pressereferent hervorhob.

Peter Kraft, der 1. Vorsitzende der Lyra, sprach in bewegenden Worten von Theo über die langjährige gute Arbeit als Pressereferent und Zusammenarbeit im Vereinsleben der Lyra (siehe Anhang).
Nach dem Chorsatz, „Die Dämmerung“ geleitete die Trauergemeinde unseren Theo zum Grab.
Hier wurde noch das Gedicht, „Die Hoffnung“ von Friedrich Schiller, vorgetragen.

 

 
Sehr geehrte Angehörige,
verehrte Trauergemeinde.
Ein Leben erlischt,
unsere Erinnerungen aber nicht !
Der Männergesangverein LYRA 1923 Schriesheim trauert um sein aktives Mitglied und Sängerkameraden Theodor Windisch.
Er trat 1989 unserem Verein bei. Bereits 1990 wurde er einstimmig in den Vorstand gewählt und mit dem Amt des Pressewarts betraut., das er bis 2004 ausübte. Danach war er weiter als stv. Pressewart tätig. Nach kurzer Zeit kreierte im Mitteilungsblatt er ein saloppe Form unserer Vereinsnach-richten, die gut ankam.
Er war ein eifriger und begeisterter Sänger, der sich auch mit den Texten der einstudierten Lieder befasste und Harmonien der Chorstücke sehr schätzte. Großartig und beeindrucken empfand er damals die Chorreise nach Rom mit den Auftritten im Petersdom und dem Konzert in der Kathedrale St. Ignatio im Kreise von 165 Sängern der Chorgemeinschaft Alfons Burkhardt.
Bei unseren Jubiläen (70 / 75) war er ein Hauptakteur für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und hatte damit großen Anteil am guten Gelingen und Ablauf der Festlichkeiten. In dieser Zeit betrachtete er die LYRA als seine 2.Familie und fand stets Gehör bei Vorstandsmitgliedern und befreundeten Sängern. Seine Einstellung zum Chorgesang hatte sich in der letzten Zeit etwas geändert. Das hatte bestimmt mit seiner Erkrankung zu tun. Dass aber eine noch schlimmere folgen sollte, daran dachten er und wir nicht. Beim letzten Gespräch, das ich mit ihm führen konnte, war er noch voller Tatendrang und erzählte, was er noch alles vorhat, wenn die Krankheit überwunden sein wird. Doch es dauert nicht lange, die zusätzliche heimtückische Krankheit siegte rasch.
Heute beteiligen wir uns bei seiner Trauerfeier und sagen mit unseren Liedbeiträgen Dank für alles, was wir durch ihn erfahren durften. Wir verabschieden uns für immer. Was bleibt sind an ihn gute Erinnerungen, die wir in uns weiter tragen.
In schmerzlicher Trauer fühlen wir uns mit allen die ihn kannten verbunden. erbunden. Wir verneigen uns und legen als Zeichen unserer langjährigen Verbundenheit ein Blumengebinde an seinem Grabe nieder.
Lieber Theo,
habe Dank für alles. Ein ehrendes Andenken ist dir sicher !
Ruhe in Frieden.
Peter Kraft (1.Vorsitzender MGV Lyra)
 

Liebe Zuhörer, Verwandte und Bekannte, liebe Freunde,

Vom  MGV LYRA hören Sie Jetzt einen Chorsatz von Aug. Pannen – es ist ein vertontes Gedicht aus der Romantik von Joseph von Eichendorff. –

„Die Mondnacht“      In jungen Jahren studierte Eichendorff hier in Heidelberg. Und Sie alle wissen – in Heidelberg verlierst du dein Herz – so der Junge Eichendorff,  -  so auch unser Theo.
Jetzt für Sie dieser romantische Text:

„Die Mondnacht“ von Joseph von Eichendorff

Es war, als hätt´ der Himmel  die Erde still geküsst, dass sie im Blütenschimmer von ihm nun träumen müsst.
Die Luft ging durch die Felder,  die Ähren wogten sacht, es rauschten leis´ die Wälder, so sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus, flog durch die stillen Lande als flöge sie nach Haus.


Noch eine letzte Erinnerung eines sentimentalen Romantikers

Theo, wir sind eine große Strecke Lebens zusammen gegangen! Viel Freude doch auch Leid geteilt. Kraft haben wir  im Männerchor, oder bei abendlichen Gesprächen getankt. Z.B.: die Liebe zu Hermann Hesse wie im Gedicht „Stufen“
…und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben. Im letzten Vers heißt es dann…  Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde uns neuen Räumen jung entgegen senden, Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden… wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde !


Theo, an eines möchte ich noch erinnern -  an unsere Romreise mit  unserem  Dirigenten Alfons Burkhardt  und dem gemeinsamen großen Chor mit 150 Männern. Das herausragende Erlebnis: die Musikalische Mitgestaltung der Sonntagsmesse mit Kardinälen, Bischöfen im Petersdom! Der letzte Ton verklang von Jerusalem und 10.000 Besucher klatschten Beifall.

Auch daran wollte ich erinnern.: Wahrscheinlich sitzt  Du auf einem andern Stern, gemeinsam mit Alfons: Wir können sie hören, deine lockeren Sprüche: „Alles klar“, machts gut, Jungs!“   
  

Dein Hans

 
Theo 1998
Theo 2007
 

Sehr geehrte Herren,

die Zuwendung meines Bruders an seinen MGV war sicher eine Herzensangelegenheit! Ich selber bin erst seit 10.08.12 im Besitz des Testaments und konnte nun erst Kenntnis vom Inhalt nehmen. Bis jetzt war noch keine Zeit für eine Legitimation gegenüber den kontoführenden Instituten. Sobald ich Zugriff auf den Nachlass habe, werde ich die Zuwendung anweisen. Bis dahin muss ich Sie noch um etwas Geduld bitten.

Recht herzlich bedanken möchte ich mich, auch im Namen unseres Vaters Max Windisch, für die schöne musikalische Gestaltung der Trauerfeier. So traurig der Anlass war, die gefühlvolle Darbietung der Teilnehmer bleibt unvergesslich!

Mit besten Grüßen aus Königsbrunn

Jochen Windisch