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Abendfrieden

Natürlich haben wir am letzten Donnerstag weiter an „O bella Chiao“ weiter gearbeitet und unser Dirigent Frank Ewald war sehr zufrieden mit uns. Wir merken schon alle, dass wir hoch motiviert sind. Auch unser Umzug in das frühere Gasthaus „Frank“ wird Schritt für Schritt vorbereitet und wir freuen uns schon darauf, unsere ganzen Bilder und Pokale wieder an Ort und Stelle zu sehen, die Blicke schweifen lassen zu können und uns zu erinnern, wie das seinerzeit war mit den Siegen und auch den Niederlagen. Unser 14-jähriger Sänger Peter mahnte an, dass wir auch die italienische Version von „O bella Chiao“ singen sollten. Frank Ewald stimmte dem zu, meinte aber, dass wir zuerst die Melodie „im Schlaf“ beherrschen müßten, um dann auch italienisch singen zu können. Also, Sie und wir dürfen gespannt sein!

Wie schon mehrfach erwähnt, singen wir aber nicht nur Liedgut aus anderen Ländern, sondern pflegen auch das deutsche Volkslied weiterhin. In Schriesheim gut bekannt ist das Lied „Abendfrieden“. Sicherlich von vielen schon oft gehört, aber selten mal hinterfragt, was da eigentlich steht. Es beginnt leise, sehr getragen, in der dritten Strophe rezitativ, also mehr gesprochen als gesungen, um dann wieder melodiös, fast traumhaft weiter geführt zu werden. In der vierten Strophe kommt dann ein knalliges Statement in forte. Um was geht es da eigentlich?

„Die Nacht ist von den Bergen gestiegen. Die Lichter im Tal löschen aus. Wohl dem der eine Heimat hat. Der sagen kann: ich geh nach Haus.“ Wohl dem, der eine Heimat hat. In einer Zeit, in der Millionen Menschen auf der Flucht sind, ist das ein starkes Wort. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Es geht nicht darum, dass wir uns schlecht fühlen sollen, weil es anderen schlecht geht. Das nützt niemandem. Vielmehr ist dieses Lied eine Aufforderung, das eigene Glück zu sehen und zu akzeptieren und nicht ständig an sich selbst und seinen eigenen Lebensumständen herum zu nörgeln, sondern dankbar zu sein. Teil 2 nächste Woche.

Euer Ingo Kuntermann

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